Dem Partner Sex mit anderen erlauben? Laut Umfrage können sich viele Menschen eine offene Beziehung vorstellen

Mann küsst Frau in offener Beziehung
Laut einer Umfrage können sich viele Paare eine offene Beziehung vorstellen. Foto: LightField Studios - Shutterstock.com

Eine offene Beziehung ist nichts für jeden? Aber warum eigentlich nicht? Zumindest, wenn man die Mitglieder des Joyclub befragt, scheint das System „Beziehung plus wechselnde Sexpartner“ voll aufzugehen. Nur darüber reden möchte kaum einer.

Offene Beziehungen können das Sexleben verbessern

Die sexpositive Plattform Joyclub hat 3.000 Mitglieder befragt und herausgefunden, was so verlockend an der offenen Beziehung ist.

Einerseits erlaubt das Modell laut 54,7 % der Befragten den Partnern das Ausleben sexueller Wünsche. Andererseits fördert es aber 54,4 % zufolge auch die ehrliche Kommunikation in der Partnerschaft.

Freiheit und Abwechslung nennt etwa die Hälfte der Befragten ebenfalls als Grund. Auch das Entdecken neuer erotischer Fantasien gehört für 51,3 % dazu. Letztlich könnte davon ja auch die Beziehung profitieren.

„Natürlich ist das Verbotene immer viel reizvoller“, erklärt Dan Apus Monoceros, Coach für alternative Beziehungsmodelle, die Ergebnisse der Umfrage. „Wieso also nicht einfach erlauben, was Spaß macht?”

Offene Beziehung scheint für viele interessant

Zumindest im Joyclub scheint diese Einstellung der allgemeine Tenor zu sein: 81,1 % der Mitglieder glauben, dass offene Beziehungen funktionieren können. 23,3 % der Befragten leben bereits in diesem Beziehungsmodell und rund die Hälfte könnte es sich für sich selbst vorstellen.

Allerdings sprechen auch einige Dinge gegen die moderne Beziehungsform. 36,9 Prozent fürchten, dass Eifersucht die Beziehung zerstören könnte, etwa ein Viertel sieht auch im Fremdverlieben ein großes Risiko. Was, wenn der neue Sexpartner nicht nur im Bett, sondern auch auf emotionaler Ebene glänzt?

Damit verbunden ist auch die Unsicherheit, welche etwa jeder Fünfte als Argument gegen die offene Beziehung nennt. Andere haben ganz pragmatische Bedenken: 18,1 Prozent der Befragten nennen Zeitmangel als Grund gegen eine offene Beziehung.

Offen ja, aber nicht öffentlich

Doch der Beziehungscoach meint, dass diese Bedenken teilweise unbegründet sind. „Diese Dinge sind nicht nur in einer offenen Beziehung problematisch, sie sind es in jeder Beziehung“, erklärt Apus Monoceros. Zum Gelingen der offenen Beziehung sei am wichtigsten, dass Paare dafür bereit sind und das Beziehungsmodell wirklich wollen.

Der Raum ist da, schließlich wünschen sich laut der Umfrage auch 29,6 Prozent der Befragten für 2023 mehr erotische Veranstaltungen und 25,1 Prozent wollen neue, bislang geheime Fantasien ausprobieren.

Nur offen zugeben möchte es eher niemand. Die meisten würden ihre offene Beziehung nur mit Vertrauten teilen. Nur 18,3 Prozent würden ganz frei darüber reden. Die Gesellschaft scheint eben noch nicht so offen für Offenes zu sein wie der Joyclub.

Text: Nils

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