Sextortion: Mit diesen 10 Tipps schützt du dich vor Sex-Erpressung im Netz

Mann vor PC bei Online-Betrugsmasche Sextortion
Die Polizei warnt vor der Online-Betrugsmasche Sextortion. Foto: M-Production - Shutterstock.com

Beim Online-Dating lernt man nicht nur potenzielle Date-Partner kennen, sondern kann auch Opfer einer neuen, gefährlichen Betrugsmasche werden: Sextortion! Dabei handelt es sich um eine Form von sexueller Erpressung, die sogar in großem Stil stattfindet. Wir erklären dir, was hinter Sextortion steckt und wie du dich davor schützen kannst.

Was ist Sextortion?

Die Bedeutung von Sextortion leitet sich aus den englischen Begriffen „sex” und „extortion”, deutsch: Erpressung, ab. Es handelt sich per Definition um eine Betrugsmasche im Internet, vor der die Polizei deutlich warnt. Bei dieser Art von Sex-Erpressung wird Opfern per E-Mail, WhatsApp, Social Media Kanälen wie Facebook oder Instagram sowie in Dating-Foren mit einer Veröffentlichung von Nacktbildern oder anderen kompromittierenden Aufnahmen gedroht. 

Die Betrüger gehen dabei auf zwei Arten vor: Entweder verführen sie dich mit attraktiven Fake-Accounts auf Dating-Plattformen dazu, freizügige Bilder von dir zu schicken oder vor der Webcam für sie zu blank zu ziehen, oder sie arbeiten mit geleakten Daten aus dem Darknet. Im zweiten Fall haben die Täter keine eindeutigen Aufnahmen von dir, sondern geben vor, deine Accounts gehackt zu haben. Sie drohen dir mit der Veröffentlichung der vermeintlichen Nudes, um Geld von dir – meist in Kryptowährungen wie Bitcoins – zu erpressen. Einige Täter nutzen dafür Countdowns in ihren Nachrichten, um den Druck zu erhöhen. 

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Die Forderung: Zahle Summe X bis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder deine Nacktaufnahmen werden an Freunde, Familie und andere soziale Kontakte versendet! 

10 Tipps, wie du dich vor Sextortion schützen kannst

Damit du kein Opfer von Sextortion wirst, solltest du diese 10 Dinge beachten:

1) Vertrauen im Chat ist gut – Misstrauen ist besser 

Mann wird wegen Sex Erpressung misstrauisch
Beim Sex-Chat mit fremden Personen ist eine gesunde Portion Misstrauen wichtig. Foto: TheVisualsYouNeed – Shutterstock.com

Beim Online-Dating kann es ziemlich heiß hergehen. Sei misstrauisch, wenn Dirty Talk und die Aufforderung zum Sex-Chat vor der Cam zu schnell kommen. Eine weitere Red Flag wäre, wenn du dich auf Sex vor der Webcam einlässt, beim anderen aber die Technik streikt oder dir das „Live-Video” wie eine Aufnahme vorkommt. Passen Bewegungen und Sprache oder Chatverhalten nicht zusammen, solltest du deine Kamera sofort ausschalten.

2) Privatsphäre auf Social Media wahren, um kein Opfer von Sextortion zu werden

Öffentliche Profile auf Instagram, Facebook und Co. sind eine tolle Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen – aber du offenbarst alle deine Kontakte. Das macht es Betrügern leicht, deine Freundesliste zu kopieren, um dich erpressen zu können. Überprüfe die Einstellung deiner Privatsphäre und gehe lieber auf Nummer sicher. Ändere von Zeit zu Zeit auch deine Passwörter in komplizierte Wort-Zahlen-Kombinationen. 

3) Verschicke nur Bilder und Videos, die die ganze Welt sehen darf

Die Verlockung, mit einem möglichen Traumpartner intime Fotos und Videos auszutauschen, ist groß – deine Vernunft sollte größer sein. Egal, wie viel Lust du auf einen heißen Video-Chat mit der schönen unbekannten Person hast: Versende nicht beim ersten Kontakt Nudes und spare dir auch eine Live-Übertragung. Versende Bilder und Videos, die unverfänglich sind oder mach dein Gesicht und besondere Merkmale unkenntlich. 

4) Ruhig bleiben und nicht kopflos auf die Erpressung reagieren

Mann wird Sextortion Opfer
Wird man Opfer von Sextortion, sollte man erstmal ruhig bleiben und nicht auf den Erpressungsversuch reagieren. Foto: Roman Kosolapov – Shutterstock.com

Bist du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer von Sextortion geworden, solltest du ruhig bleiben und nicht auf den Erpressungsversuch reagieren. Die Angst, dass intime Aufnahmen bei deinem Chef und deinen Freunden landen, ist meist unbegründet. Bei geleakten Daten hat der Betrüger nicht unbedingt echte Bilder und Videos von dir in eindeutigen Posen. 

5) Brich sofort den Kontakt zum Sex-Erpresser ab

Sobald du merkst, dass du mit einem Fake-Profil intim chattest, bricht den Kontakt sofort ab und verlasse den Chat. Reagiere auch nicht auf fragwürdige E-Mails und lass dich nicht auf eine Unterhaltung ein. Jede weitere Minute vor der Livecam bringt dem Sex-Erpresser neue Inhalte für seine Betrugsmasche. Bevor du alles beendest, speichere den Chatverlauf oder mach einen Screenshot, damit du den Chat als Beweismaterial der Polizei übergeben kannst.

6) Zahle auf keinen Fall Geld

Zahle auf keinen Fall die geforderte Geldsumme. Ein Sprecher der Thüringer Polizei bestätigt im Bild-Interview: „Die Erpressung hört in den meisten Fällen nach der Zahlung nicht auf.” Die Täter werden immer wieder und immer mehr Geld von dir fordern – du steckst in einem Teufelskreis. Laut Polizei stammen viele Täter aus dem afrikanischen Raum. Du wirst dein Geld vermutlich nie wiedersehen. 

7) Klicke in verdächtigen Sextortion-Mails nie auf den Link

Sextortion Scamming Link
Verdächtige Mails mit Sextortion-Scamming-Link verbannt man am besten direkt in den Spam-Ordner. Foto: TippaPatt – Shutterstock.com

Bekommst du eine verdächtige Mail, klicke niemals auf den Link, sondern verbanne sie sofort in den Spam-Ordner oder lösche sie direkt und blockiere den Absender. Viele Betrüger erwähnen in ihren Scamming-E-Mails dein (altes) Passwort. Sollte das noch aktuell sein, solltest du dein Kennwort schnell ändern – überall, wo du dasselbe Passwort verwendest.

8) Prüfe regelmäßig dein Virenschutzprogramm

Um dich vor Schadsoftware zu schützen, solltest du den Virenschutz auf deinem Smartphone, Laptop, Tablet oder Computer aktuell halten. So schützt du dich vor unerlaubter Nutzung deiner Webcam, denn die sogenannte Malware kann problemlos darauf zugreifen und Aufnahmen von dir machen, ohne dass du es merkst.

9) Schreib dem Plattform-Anbieter eine Mail mit dem Sextortion-Verdacht

Solltest du eine Drohung erhalten oder sollten Fotos von dir sogar schon veröffentlicht worden sein, wende dich an den Plattform-Anbieter. So kannst du eine Veröffentlichung verhindern oder rückgängig machen. Damit dämmst du die Verbreitung deiner Bilder oder Videos ein. Leider lassen sich in Betrugsfällen wie Sextortion per WhatsApp und anderen Messengern Videos und Bilder nie ganz aus dem Netz löschen. 

10) Wende dich mit allen Informationen an die Polizei

Sextortion Polizei
Bei Sex-Erpressung sollte man sich unbedingt an die Polizei wenden. Foto: nitpicker – Shutterstock.com

Aus Scham wenden sich viele Opfer von Sex-Erpressung nicht an die Polizei – die Täter können dann ungehindert weitermachen und Betroffenen ihr ganzes Leben ruinieren. Wende dich selbst bei einem Verdacht an die Polizei und erstatte Anzeige. 

Sextortion trifft besonders junge Männer

Von der digitalen Betrugsmasche sind am häufigsten junge Männer betroffen. Sie werden von Fake-Profilen mit Fotos attraktiver Frauen geködert. Angeheizt von sexy Nachrichten senden die Männer Nudes oder lassen sich auf einen Live-Chat vor der Webcam ein. Anschließend werden sie mit den Aufnahmen von Scammern erpresst. Aber auch immer mehr Frauen machen Sextortion-Erfahrungen und der heiße Flirt entpuppt sich als Betrüger, der sie erpresst. 

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