Sexkauf-Umfrage enthüllt: Die Mehrheit der Freier ist in einer Beziehung

Mann in Anzug steht neben Prostituierter
Eine Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Freier in einer Beziehung ist. Foto: bialasiewicz - 123RF.com

Freier haben nicht überall einen guten Ruf. Dabei können die Gründe für den Kauf sexueller Dienstleistungen vielfältig sein. Eine Umfrage zeigt jetzt, warum Männer Prostituierte aufsuchen – und dass viele von ihnen dabei ihre Partnerin betrügen.

Die Mehrheit der Freier ist in einer Beziehung

Um die Gründe für Sexkauf aufzudecken, hat Erobella, eine Vermittlungsplattform für sexuelle Dienstleistungen, ihre Nutzer befragt: 1.226 Männer haben erklärt, warum sie zu Prostituierten gehen. Herausgekommen sind unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen.

Einige Männer, die Prostituierte aufsuchen, tun dies regelmäßig. Unter den befragten Freiern zwischen 36 und 45 Jahren geht jeder Dritte nach eigenen Angaben mindestens einmal pro Monat zu einer Sexarbeiterin. In der jüngeren Gruppe von 18 bis 35 Jahren ist es nur jeder Fünfte.

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Die meisten der Männer sind sogar in einer Beziehung. Nur 31 Prozent sagen, dass sie Sexarbeit als Single in Anspruch genommen haben. Ganze 52 Prozent geben an, dass sie trotz ihrer Partnerschaft zu Prostituierten gegangen sind – oder vielleicht sogar wegen der Partnerschaft?

Die meisten Männer wollen Sexualtrieb befriedigen

Tatsächlich nennen 20 Prozent der Männer die Erfüllung sexueller Wünsche, welche ihnen zu Hause verwehrt werden, als einen Hauptgrund für bezahlten Sex. Ein 45-jähriger Freier erklärt seine Motive näher: „Ich habe einen Fetisch, von dem niemand weiß. Ich kann ihn nur mit einer Domina ausleben.“

Mann bezahlt Prostituierte
Viele Männer bezahlen Prostituierte, damit sie ihnen ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen. Foto: dmitrimaruta/123RF.com

Für andere sind es jedoch nicht die speziellen Fantasien, sondern ganz gewöhnlicher Sex. So erklärt ein 57-jähriger Freier: „Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Frau zusammen und brauche relativ viel Sex. Meine Frau hat wenig Lust darauf. Deshalb gehe ich heimlich zu einer Prostituierten.“

Ihm schließen sich einige Männer an. 36 Prozent der Befragten geben an, über Prostitution unmittelbar sexuelle Bedürfnisse befriedigen zu wollen. Etwa ein Viertel ist sogar sehr pragmatisch: Ihnen geht es hauptsächlich um schnellen und unkomplizierten Geschlechtsverkehr.

Neugier und Aufregung sind ebenfalls Motive

40 Prozent der Freier sagen, dass sie über die Prostitution ihre sexuelle Neugier befriedigen wollen. Ein 34-Jähriger erklärt beispielsweise, dass er seine Vorliebe für Sex mit Transsexuellen nur mittels Sexarbeiterinnen befriedigen könne: „Ich stehe auf TS-Sex. Dafür bin ich auch bereit zu bezahlen.” Damit dürfte er ebenfalls zu den 13 Prozent der Männer gehören, die angeben, ohne Prostitution einfach nicht das zu bekommen, was sie sich wünschen.

Aber auch der Kick zählt zumindest bei jedem Zehnten: Hier reizt die Freier besonders die Aufregung, wenn sie zu einer Prostituierten gehen.

Manche Männer wollen Emotionalität und Nähe erleben

Beim Sex geht es nicht allen Männern nur um die Erfüllung rein sexueller Bedürfnisse. Emotionalität spielt ebenfalls für einige eine Rolle. Immerhin 13 Prozent der Männer sagen, dass sie mittels Prostitution Emotionalität und Sinnlichkeit erleben wollen.

Ein 38-jähriger Freier erklärt: „Ich lasse mir regelmäßig eine erotische Massage geben. Sex ist mir nicht so wichtig, aber ich mag die körperliche Nähe, die zärtlichen Berührungen.“

Nur einem sehr kleinen Teil geht es beim gekauften Sex hingegen um Machtausübung:  Drei Prozent sagen, dass dies für sie von Interesse sei. Ein ebenfalls geringer Teil von vier Prozent fühlt, dass er süchtig nach gekauftem Sex ist.

Deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen

Die Umfrage deckt ebenfalls auf, wie verschieden die Motive von jüngeren und älteren Freiern sind. In der Altersgruppe über 56 gibt es mehr Befragte, die sinnlich-emotionale Gründe und das Ausprobieren von Fantasien angeben, während der schnelle und unkomplizierte Sex in den Hintergrund rückt. Bei den jüngeren Freiern zwischen 18 und 35 Jahren ist dies jedoch genau umgekehrt.

Die 36 bis 55-Jährigen stehen meist genau dazwischen, außer bei einem Motiv: Sie geben deutlich häufiger als die anderen Gruppen an, dass sie in ihrer aktuellen Situation einfach nicht das bekommen, was sie sich sexuell wünschen.

Freier wünschen sich, dass Prostituierte auf ihre Kosten kommen

Mit Blick auf die primär sexuellen Bedürfnisse der Freier ist eins besonders interessant: 48 Prozent der Befragten wünschen sich, dass auch die Sexarbeiterin ihren Spaß an der Arbeit hat. Den eigenen Orgasmus erwarten nach eigenen Angaben jedoch nur 27 Prozent.

Und auch die Atmosphäre muss stimmen: 54 Prozent der Männer wollen Sex in einer sauberen Umgebung haben, 32 Prozent erwarten ein freundliches Verhalten der Sexarbeiterin und 17 Prozent sogar gute Gespräche.

Sparfüchse sind ebenfalls unterwegs: 10 Prozent nennen faire Preise als wichtigen Aspekt in der Sexarbeit. Hingegen liegt die Gesundheit der Prostituierten nur wenigen am Herzen: Für lediglich drei Prozent sei es wichtig, dass die Sexarbeiterinnen frei von sexuell übertragbaren Krankheiten sind.

Studie zeigt: Freier sind unterschiedlich

Dass Männer nur Nähe und Emotionalität bei Prostituierten suchen, ist ebenso ein Wunschdenken, wie die Vorstellung, dass alle dort einfach nur ihre Triebe abarbeiten wollen. Wenn die Umfrage von Erobella eins deutlich zeigt, ist es die Vielschichtigkeit der Motive und Bedürfnisse von Freiern.

Erobella-Mitbegründerin Ola Miedzynska fasst die Ergebnisse entsprechend zusammen: „Die Ergebnisse der Studie widerlegen das oft negative Bild von Freiern als ausschließlich egoistische und frauenverachtende Individuen.“

Text: Nils

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