Wenn die Partnerin nicht nur im Bett, sondern auch im Alltag das Sagen hat: Ein Sub gibt Einblicke in seine FLR-Beziehung

Mann und Frau in einer FLR Beziehung
Sub Tilo erzählt gegenüber ExtraBlitz von seinen Erfahrungen mit FLR-Beziehung-Erfahrungen. Symbolfoto: Vasilchenko Nikita - Shutterstock.com

Tilo* (35) führt mit seiner Freundin eine Female-led Relationship, also FLR-Beziehung. Das heißt, er ist devot und lässt sich im Bett und darüber hinaus von seiner Freundin dominieren. Als Teil des BDSM handelt es sich hierbei nicht nur um eine Sexpraktik, sondern um eine Lebenseinstellung, die den gesamten Alltag beeinflusst. Tilo hat uns ein paar exklusive Einblicke in sein Leben gegeben und wir haben seine FLR-Erfahrung für euch festgehalten.

„Ich unterdrückte meine devote Neigung sehr lange“

Vor zwei Jahren sah ich meine Freundin das erste Mal und wusste, dass sie die Richtige für mich ist. Anfangs ließ sie mich echt lange zappeln und schien sich eigentlich gar nicht für mich zu interessieren. Sie wollte wohl erobert werden und meine Neugier auf sie noch schüren.

Zwei Monate später kamen wir zusammen und führen seitdem eine wunderbare Beziehung. Bis auf ein kleines Geheimnis, das ich all die Zeit hatte: Meine devote Seite.

Ich unterdrückte diese Neigung all die Zeit und es zerriss mich, es ihr nicht zu sagen. Ich traute mich einfach nicht. Ein Mann, der sich einer Frau unterwirft und Schwäche zeigt, entspricht einfach so gar nicht dem gesellschaftlichen Bild.

Ich fragte mich, ob meine Freundin die Achtung vor mir verlieren, mich auslachen und sich jemand anderen suchen würde, wenn ich mich ihr anvertraute. Ob sie so schockiert wäre, dass sie mich verließe. Ob sie mich unmännlich und abstoßend finden würde.  

Also lebte ich meine Fantasien die ganze Zeit im Internet aus. Sah mir Pornos an, war in BDSM-Chats unterwegs, um mich dort von Frauen demütigen zu lassen. Fantasierte davon, vor ihnen zu knien und mich zu unterwerfen. 

Mein schlechtes Gewissen meiner Freundin gegenüber wuchs zunehmend und es war einfach schrecklich, all das vor ihr zu verbergen. Mir wurde bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte.

Vom Geständnis zur FLR-Beziehung

Also offenbarte ich mich ihr endlich. Sie hörte sich alles an und war zu meiner Erleichterung sehr verständnisvoll. Warum habe ich das nur so lange mit mir rumgeschleppt? 

Obwohl meine Freundin unsicher war, was ich genau von ihr verlangte, war sie neugierig und beschäftigte sich mit der Thematik. Sie las eine Femdom-Geschichte nach der anderen. Dadurch wurde die Vorstellung, ihren Freund zu dominieren, für sie immer interessanter.

Meine Freundin liebt Ordnung und Reinlichkeit, Massagen, verwöhnt, begehrt und verehrt zu werden. Zudem ist sie sexuell aufgeschlossen und nimmt schon gern mal das Steuer in die Hand. Deshalb war sie letztendlich einverstanden, es mit einer Female-led Relationship zu versuchen.

Mann unterwirft sich in Female Led Relationship
Tilos Freundin bekam langsam Gefallen daran, eine FLR-Beziehung einzugehen und den Ton anzugeben. Symbolfoto: Vasilchenko Nikita – Shutterstock.com

Wir sind immer noch in unseren Anfängen und dabei, vieles auszuprobieren. Zunächst begann es mit Sessions, die sich nur auf unsere Sexualität beschränkten. Wir machten uns mit BDSM-Praktiken vertraut, ich bekam einen Sub-Namen von ihr und musste sie „Lady Lara“ nennen. Ihr fiel das am Anfang recht schwer und wir haben viel gelacht.

Nach und nach wuchs sie aber in diese Rolle hinein und kann sich mittlerweile auch außerhalb der Rollenspiele als Femdom identifizieren. Sie entdeckte ihre dominante Art, die ich damals vermutlich schon intuitiv registriert hatte, als wir uns zum ersten Mal in dieser Bar sahen.

„Sie liebt es, mich zu kontrollieren und ich unterwerfe mich“

Mittlerweile möchte meine Freundin die komplette Kontrolle über mich und unseren Alltag, was ich sehr aufregend finde. Sobald sie nach Hause kommt, erwartet sie zum Beispiel, dass ich ihr die Taschen abnehme, ihr die Schuhe ausziehe und mich ihr durch Füßeküssen unterwerfe. So schräg das für manch einen klingen mag: Ich liebe das.

Manchmal gibt sie mir auch kleine Aufgaben, die ich im Büro zu verrichten habe, damit ich nicht vergesse, dass ich ihr gehöre. Außerdem muss ich mich alle zwei Stunden bei ihr melden. Sie legt auch fest, was ich trage, ob ich beispielsweise mit Krawatte aus dem Haus gehe, Unterwäsche anziehe oder zuhause nackt herumlaufe. Dabei kann sie sich jederzeit an mir „bedienen“, mich berühren und triezen.

Die Wochenendplanung übernimmt sie. Meine Vorschläge sind auch erwünscht, aber sie entscheidet. Wenn sie ausgeht und sich mit Freundinnen trifft, legt sie mir eine Liste an Dingen hin, die ich zu machen habe, bis sie heimkommt.

Wenn sie zuhause ist, habe ich mich immer im selben Raum aufzuhalten wie sie, außer sie erteilt mir die Erlaubnis, Freizeit zu haben. Wenn sie badet oder duscht, muss ich in der Nähe sein, um ihr das Bad einzulassen, ihr währenddessen die Füße zu küssen oder zu massieren, das Handtuch zu reichen, sie einzucremen oder ihr die Haare zu föhnen. Ich genieße ihre weiche Haut, den Duft ihrer Haare und den sexy Anblick.

„Wir sind im Alltag trotzdem liebevoll und zärtlich zueinander“

Wir besuchen gemeinsam auch FLR-Stammtische, bei denen wir uns mit anderen Paaren austauschen. Während unseres Alltags führen wir natürlich ganz normale, liebevolle Gespräche über unseren Tag oder diskutieren über Themen.

Wir tauschen auch Zärtlichkeit aus, allerdings darf ich keine sexuellen Avancen machen. Denn das geht ausschließlich von ihr aus. Abends muss ich mich vor ihre Bettseite knien und darf erst auf ihre Erlaubnis ins Bett kommen. Dann kuscheln wir und genießen die Zweisamkeit.

Klar ist es manchmal auch schwierig, denn trotz meiner Unterwürfigkeit sträubt sich mein Inneres auch mal gegen ihre Regeln. Wenn ich zum Beispiel meine Freunde nicht sehen darf, keine Lust auf ihre Aufgaben habe oder sich doch etwas Selbstbestimmtheit in mir regt. Dann versuchen wir darüber zu reden und zu einer Lösung zu kommen.

Sexuell hat sie natürlich auch die Kontrolle. Sie hält mich gerne enthaltsam und ich darf mich nicht selbst befriedigen, geschweige denn Pornos gucken. Meine Sexualität gehört ihr. Dafür werde ich aber mit großartigen Sessions belohnt. Wir tasten uns auch gerade an Natursekt heran, was sich für uns extrem intim anfühlt.

Unsere FLR-Beziehung besteht allerdings nur zu einem Bruchteil aus Sexualität und BDSM-Spielen, viel mehr räumen wir der weiblichen Dominanz den Platz im Alltag ein. Mir gibt das unglaublich viel Sicherheit und Geborgenheit.

Ich liebe es, ihr zu gefallen, zu dienen und mich vollkommen fallen lassen zu können. Ich bin einfach nur unheimlich froh, mich ihr anvertraut zu haben, denn durch diese Erfahrungen ist unsere Beziehung viel ehrlicher, authentischer und intensiver geworden.

* Name von der Redaktion geändert

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